WIGGER/1860/REDARIER

Autor: Friedrich Wigger
Jahr: 1860
Bezug: Grenzen des Landes der Redarier
Bibliografische Angaben: Wigger, Friedrich: 4. Redarier, in: Mecklenburgische Annalen bis zum Jahre 1066. Eine chronologisch geordnete Quellensammlung mit Anmerkungen und Abhandlungen, § 8 Die mecklenburgischen Wilzen, Verlag von August Hildebrand, Schwerin 1860 S. 119-120
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ABEL/1730/ALT-REHSE/BURG STARGARD

Autor:Caspar Abel
Jahr: 1730
Ort: Alt-Rehse, Burg Stargard
Bibliografische Angaben: Abel, Caspar: Das andre Buch Der Teutschen Alterthümer. Von den Sächsischen Alterthümern, Oder: Alten Geschichten. Das andre Capittel. § X. Von den Pommern und andern an der See-Küste wohnenden Wendischen Völckern, Verlag Ludolph Schröder, Braunschweig 1730 S. 374-375

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TSCHEPEGO/1996, 1997/KLEIN TREBBOW, TIEFER TREBBOWER SEE, BÖKBERG, WÄDLINGSBERG, FRIEDHOFSBERG

Autor: Valentin Tschepego
Jahr: 1996, 1997
Ort: Klein Trebbow bei Neustrelitz
Bibliografische Angaben: Tschepego, Valentin: Lag Rethra bei Klein Trebbow? in: Carolinum, Historisch-literarische Zeitschrift, Nr. 118, Göttingen 1997 S. 31-42
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Robert Koldewey: Von Feldberg-Rethra

Robert Koldewey: Von Feldberg-Rethra (PDF)
An Prof. Dieck 12.10.1922

Wieder gräbt des Spatens Eisen,
Dieses Mal in Mecklenburg,
Wo die Leute weither reisen
Schon den ganzen Sommer durch.

Auf dem „Schloßberg“ die Ruine
Rethra blicket auf den See,
Forscher mit gelehrter Miene
Steigen täglich auf die Höh.

Koldewey, Robert (Hg. Carl Schuchhardt): Heitere und ernste Briefe aus einem deutschen Archäologenleben, G. Grote’sche Verlagsbuchhandlung, Berlin 1925 S. 181

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Ilse Franke: Rethra

Ilse Franke: Rethra

Im Liepssee ist Rethra versunken, das Gott gelästert hat.
Da sind von der Tiefe gerichtet Menschen, Vieh und Stadt.
Es schimmert an klaren Tagen dort manches Daches Knauf.
Da klingen aus gläserner Tiefe die toten Glocken herauf.

Alljährlich auf Sankt Johannis, um die brütende Mittagsstund‘,
Zu Lande steigen drei Glocken in blumigen Wiesengrund.
Da kam ein Mädchen aus Prillwitz und wusch sein Tuch im See,
Und sah die drei Glocken wie Steine, grau wie Märzenschnee.

Sie spannt ihr Tuch darüber, daß die Sonn‘ es trocknen sollt‘.
Zwei Glocken halten stille, die dritt‘ ins Wasser rollt.
Und höhnend klingts aus der Tiefe, das Wasser kocht und braust.
Das Mädchen läuft gen Prillwitz und betet, weil ihm graust.

Die Prillwitzer kommen mit Stangen und tragen Speer und Wehr.
Der Zauber ist gebrochen. Die Glocken wandern nicht mehr.
Die Neubrandenburger spannen ihre stärksten Pferde an.
Das Land ob der Scheide ist ihrer, sie wollen die Glocken han.

Die Neubrandenburger Gäule schaffen die Glocken nicht fort.
Um keines Haares Breite weicht der Karren vom Ort.
Da hebt sie der Prillwitzer Bauer mit einem Ochsen am Pflug.
Da sind sie leicht wie Federn. Das ist ein Siegeszug.

Nun sagen die Glocken zu Prillwitz redlich Zeit und Stund‘.
Tod und Leben und Feuer kündet ihr eherner Mund.
Die Glocke von Rethra im Liepssee stimmt wohl leise ein,
Und auf den Dächern von Rethra spiegelt sich Sternenschein.

Franke, Ilse: Von beiden Ufern, Neue Gedichte von Ilse Franke, Dreililien-Verlag, Karlsruhe und Leipzig 1911 S. 22-23