WOSSIDLO/1908/RETHRA-SAGEN/LIEPS, TOLLENSE


Autor: Richard Wossidlo
Jahr: 1908
Ort: Lieps / Tollense
Bibliografische Angaben: Wossidlo, Richard: Über die Erforschung der Rethrasagen, in: Mitteilungen des Verbandes deutscher Vereine für Volkskunde, Nummer 8, Dezember 1908, S. 21-30
Originaltext


Kurzvorstellung:
Dieser Beitrag ist eine Kurzfassung eines von Wossidlo in Lübeck gehaltenen Vortrags für den Gesamtverein der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine. Die mecklenburgische Altertumsforschung sieht Wossidlo seit 1768, d.h. seit dem Auftauchen der Prillwitzer Idole, lebhaft mit Rethra beschäftigt. Zur Zeit der Verfassung des Artikels fanden gerade durch die Virchow-Stiftung unterstützte Grabungen im Lieps/Tollensegebiet statt, die Ingenieur Oesten leitete. Der zweite Oestensche Bericht über die Grabungen im Mai 1906 regte Wossidlo an, organisiert nach Rethra-Sagen zu forschen. In der Literatur fand Wossidlo erst in Niederhöffers Sagensammlung (1857) Sagen mit deutlichem Bezug zu Rethra. Ab Frühjahr 1907 bis 1908 sammelte Wossidlo eine Fülle von Flurnamen und Sagen in 59 Dörfern des Lieps/Tollensegebietes. Dabei treten Sagen von Raubrittern, Burgen und Schätzen gehäuft auf, während Sagen von der wilden Jagd, vom Mart, Drak und Wehrwölfen nur geringen Raum einnehmen.
In mehreren Dutzend Punkten führt Wossidlo Belege an, die dafür sprechen, dass die von ihm gesammelten Sagen einen Bezug zu Rethra haben. Zu guter Letzt äußert Wossidlo die Hoffnung, dass künftig archäologische Grabungen und die Sagensammlung sich ergänzen werden und die Sagensammlung größeres Gewicht bekommen würde.

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