ANONYMUS (T)/1790/TETEROW, TETEROWER SEE


Autor: Anonymus (t)
Jahr: 1790
Ort: Teterow am Teterower See
Bibliografische Angaben:
Teil 1: Anonymus (t): Ein Beytrag zur ältern Geschichte Mecklenburgs, und besonders über die Lage der Stadt Rethra, und des Tempel des Radegasts., in: Monatsschrift von und für Mecklenburg, Dritter Jahrgang, Zweites Stück, Februar 1790, IV., Wilhelm Bärensprung, Schwerin 1790 S. 99-114
Originaltext
Teil 2: Anonymus (t): Ein Beytrag zur ältern Geschichte Mecklenburgs, und besonders über die Lage der Stadt Rethra, und des Tempel des Radegasts., in: Monatsschrift von und für Mecklenburg, Dritter Jahrgang, Viertes Stück, April 1790, II., Wilhelm Bärensprung, Schwerin 1790 S. 225-238
Originaltext

Kurzvorstellung (Teil 1):
Der anonyme Autor beginnt seine Hypothese mit einer langwierigen Erklärung, dass die Müritz in früherer Zeit eine bedeutend kleinere Wasserfläche besessen und es sich um sieben einzelne Gewässer gehandelt hat. Die Ursache des später gestiegenen Wasserstandes sieht er in den Mühlen und unter diesen vor allem in der Mühle bei Eldenburg. Bezüglich der Müller lässt er eine tiefe Antipathie durchblicken. Im Folgenden lehnt er die Vermutungen ab, die Rethra an die Müritz legen wollen. Ihm erscheint das Gewässer aufgrund der Änderungen des Wasserspiegels nicht passend, er sieht eher den Tollensesee, den Kummerower See oder den See bei Teterow als Möglichkeit der Lokalisierung. Im Einzelnen geht er auf einen Burgwall bei Vipperow (seiner Vermutung nach mit ehemaliger Insellage), eine Halbinsel bei Waren, die Halbinsel Eichholz an der Müritz sowie eine Halbinsel bei Boek und Speck näher ein und erklärt warum es sich dabei nicht um Rethra handeln kann.

Kurzvorstellung (Teil 2):
Im zweiten Teil geht der anonyme Autor auf die Geschichte der Wilzen und Redarier ein, wonach er Mutmaßungen über Rethra und deren Untergang anstellt. Er geht davon aus, dass die Redarier Christen geworden wären und den Tempel selbst zerstört hätten. Eine Zerstörung beim Wendenkreuzzug 1147 sieht er auch als möglich an, jedoch wäre dies schriftlich überliefert worden, was nicht der Fall ist.
Zum Schluss seiner Ausführungen führt Anonymus seine Hypothese von Rethra in Teterow an, welches er in 4 Tagesreisen von Hamburg verortet und in einer Gegend, die er den Redariern zuordnet und als spät christianisiert ansieht. Der Ortsname hätte sich seiner Meinung nach mit einer Veränderung der Buchstabenfolge erhalten (Rethra – Teterow), während die Örtlichkeit durchaus nicht dem heutigen Teterow entsprechen müsse.

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