HANDTMANN/1911, 1927/LENZEN, PRIGNITZ, ELBE, MARIENBERG


Autor: Eduard Handtmann
Jahr: 1911 (1. Auflage), 1927 (2. Auflage)
Ort: Lenzen an der Elbe
Bibliografische Angaben: Handtmann, Eduard: Das heilige Land der Prignitz, Prignitzer Volksbücher, Hefte zur Heimatkunde der Prignitz, Heft Nr. 28, A. Tienken, Pritzwalk 1927 (2. Auflage)
Kurzvorstellung: Bereits um 1885 stellte Handtmann die Behauptung auf, Rethra hätte bei Lenzen gelegen. In dieser Schrift führt er seine Gedanken näher aus. Dabei verortet er zunächst den germanischen „Linaggagau“ in der Prignitz. Prignitz übersetzt er aus dem Slawischen als „Vasallenland“ – woraus er schlussfolgert, dass daselbst bei der slawischen Landnahme „bodenständige Longobardenbauern“ in ein Lehensverhältnis zur neuen slawischen Oberschicht gerieten. Die um Lenzen herum verbreiteten Volkserzählungen bringen Handtmann dazu, hier Rethra zu vermuten. Rethra ist für ihn kein Eigenname eines Ortes, sondern ein „Gattungsname“, welcher „Kriegshain“ bedeutet. Den Marienberg bei Lenzen sieht Handtmann sowohl mit der Beschreibung Thietmars von Merseburg, als auch mit der Adams von Bremen übereinstimmen. Somit ist für Handtmann klar: „Einer der vielen germanisch-slawischen Kriegsgötterhaine, ein Rethra lag hier auf dem jetzigen Marienberge als ‚das heilige Land der Prignitz‘.“ Auch nach der Christianisierung hätte das Land seine religiöse Bedeutung behalten, wovon zahlreiche geistliche Einrichtungen künden würden.

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