HOLLNAGEL/1969/GNOIEN/HOLLNAGEL vs. HANNEMANN


Autor: Adolf Hollnagel
Jahr: 1969
Bezug: Hypothese von Walter Hannemann Rethra=Gnoien (Schriftenreihe Nordost-Archiv Nr. 1, 1968)
Bibliografische Angaben: Hollnagel, Adolf: Eine neue Rethra-Hypothese, in: Mitteilungen des Bezirksfachausschusses für Ur- und Frühgeschichte, Nr. 16, Deutscher Kulturbund Neubrandenburg, Bezirkskommission Natur und Heimat, 1969 S. 6-10

Kurzvorstellung:
Adolf Hollnagel geht in seinem Beitrag auf die kurz zuvor erschienene Rethra-Hypothese von Walter Hannemann ein, die er insgesamt negativ einschätzt. Hollnagel kritisiert dabei die Methode, das slawische Heiligtum mit der Geschichte frühdeutscher Münzprägung in Verbindung zu bringen, wobei er die Einzelheiten der metaphysischen Deutungen Hannemanns klar benennt und als abwegig einordnet. Die Indizien zur Lokalisierung von Rethra in Gnoien sieht Hollnagel hingegen mit “bewundernswerter Geschicklichkeit” angeführt, wobei allerdings die archäologische Fundsituation von Gnoien, die keine slawische Besiedlung kennt, außer acht gelassen wurde. Kritik findet auch die Lokalisierung im Gebiet der Zirzipaner, sowie die auf die nationalsozialistische Zeit zurückgeführte Vermutung eines “germanisch-slawischen Führungsorgans” durch Hannemann. Der Lösung des Rethra-Problems sei man durch Hannemanns Beitrag um keinen Schritt näher gekommen – was, so Hollnagel, vor allem die Schwierigkeit des Problems deutlich macht.

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